Zur Fachschaft Englisch gehören zur Zeit 11 Lehrer und Lehrerinnen: Fr. Antwerpen, Fr. Benjak, Fr. Buchsteiner, Fr. Frey, Fr. Hofmann, Fr. Klephas, Fr. Klöß, Fr. Thiel, Hr. Wawra, Fr. Wendel, Hr. Winkelmolen.
Ab dem Schuljahr 2004/2005 nimmt die Fachschaft an dem Comenius Projekt für Schulentwicklung teil. Hier sollen europaweit schulische Entwicklungen und Zielsetzungen ausgetauscht werden. Die Marienschule wird insbesondere ihre christliche Ausrichtung (projet éducatif) in den Diskussionen einbringen.
Schulaustausch findet alle 2 Jahre mit unserer Partnerschule St.Mary's Academy in Portland/Oregon statt. Die 14-tägige Reise leitet Herr Wawra. In Portland sind unsere Schülerinnen in Gastfamilien untergebracht. Die Mädchen besuchen den Unterricht und lernen bei dem Freizeitprogramm, das die Gastfamilien organisieren, Land und Menschen kennen. In der Regel findet ein Gegenbesuch der amerikanischen Schüler in Offenbach statt.
Sprachreisen werden außerdem nach Galway in Irland organisiert.
Der Austausch stand zunächst unter keinem guten Stern, weil es aufgrund der weltpolitischen Lage ab Herbst 2002 unklar war, ob der Austausch überhaupt stattfinden würde. Auf dem letzten Elternabend eine Woche vor der Abreise entschieden sich sowohl die Schülerinnen als auch die Eltern, die Reise wie geplant durchzuführen. So besuchten vom 3. April bis 22. April 2003 15 Gymnasialschülerinnen der Jahrgangsstufen 11 und 12 unter der Leitung von Herrn Seredzun (zu dieser Zeit Direktor der Marienschule) und Herrn Wawra die St.Mary's Academy. Die Einladung an Herrn Seredzun erfolgte in erster Linie deshalb, weil er für die Kontaktaufnahme zu der amerikanischen Schule verantwortlich zeigte und es das 10jährige Bestehen des Austausches zu feiern galt.
Die Unterbringung der Gäste gestaltete sich insofern problematisch, als einige Gastfamilien ihre ursprüngliche Zusage, eine deutsche Schülerin aufzunehmen, zurücknahmen, so dass Frau Roesinger, die Koordinatorin auf amerikanischer Seite, bis kurz vor unserer Ankunft Ersatzfamilien suchen musste. In 2 Fällen entwickelten sich Spannungen im Verhältnis zwischen Schülerinnen und Gasteltern, wobei es durch Gespräche gelang, diese Spannungen zumindest teilweise abzubauen.
Die Schülerinnen der Marienschule nahmen an 10 Tagen am Unterricht teil. Die Integration in den amerikanischen Schulalltag verlief reibungslos, da in der Vorbereitungsphase Informationsmaterial über das amerikanische Schulwesen ausgeteilt und das Thema auch im Englischunterricht besprochen wurde. Die Erfahrung, naturwissenschaftliche oder musische Fächer auf Englisch zu erleben, wurde allgemein als sehr positiv empfunden. Im Deutschunterricht stellten die Schülerinnen ihre Heimat vor, indem die amerikanischen Schülerinnen Fragen über Deutschland und das Rhein-Main-Gebiet stellten; darüber hinaus wurden Papers, die die Schülerinnen zu bestimmten landeskundlichen Themen verfasst hatten, für den Deutschunterricht ausgeteilt. Während des Potluck Evenings wurde von deutscher Seite das nun 10jährige Bestehen des Programms gewürdigt und die Hoffnung auf ein Weiterbestehen des Austausches ausgesprochen. Es trat auch deutlich hervor, dass gerade in Krisenzeiten solche Kontakte außerordentlich wichtig sind.
Der Gegenbesuch von 10 Amerikanerinnen fand vom 22. Juni bis 12. Juli 2003 statt. In der ersten Woche unternahm die Gruppe eine Reise nach Süddeutschland und Österreich. Da die Teilnahme am deutschsprachigen Unterricht für die meisten Amerikanerinnen aufgrund der sprachlichen Defizite sich manchmal schwierig gestaltete, kam den außerschulischen Aktivitäten besondere Bedeutung zu, um sich mit Deutschland und den Deutschen auseinander zu setzen. Ein Tagesausflug führte uns in den Odenwald und nach Heidelberg, ein weiterer in das romantische Rheintal (Schifffahrt von Rüdesheim nach St. Goar).
Während des Besuches der Hassia-Sprudel in Bad Vilbel lernten die Gäste ein erfolgreiches und traditionsreiches deutsches Unternehmen kennen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Austausch trotz mancher
Probleme sich positiv gestaltete. Leider ist die Zukunft des Austauschprogramms
mit der St. Mary's Academy ungewiss, weil von amerikanischer Seite sich nicht
genügend Interessenten finden und die finanziellen Belastungen nicht
zu unterschätzen sind. Schließlich ist es fraglich. ob das Fach
Deutsch nach dem Ausscheiden von Frau Roesinger in ein paar Jahren überhaupt
noch an der Schule angeboten wird.
Neu-Isenburg, den 10.11.2003
Gerhard Wawra