Comenius

Der lange Weg des „Camino de Santiago“

Comenius-I-Projektarbeit für Schüler und Lehrer zur
Förderung von Schulqualität

Im Schuljahr 2002/2003 stand das europäische Comenius-I-Schulentwicklungsprojekt der Marienschule unter dem Leitthema „Fächerübergreifende Projektarbeit als Beitrag zur Schulentwicklung“. Die Verbreitung der fächerübergreifenden Arbeitsform in den Schulen wird von der Europäischen Kommission finanziell gefördert. Die Marienschule beteiligt sich seit 1999 an Comenius I.Comenius: Camino de Santiago

Von der spanischen Partnerschule wurde diesmal der „Camino de Santiago" als gemeinsames Projekt vorbereitet. Im März 2003 pilgerten polnische und spanische Schüler und 7 Marienschülerinnen aus Offenbach mit ihren Lehrkräften mehrere Tage bis Santiago de Compostela und zogen sich dabei einige Blasen an den Füßen zu. Im Gegenzug besuchten die spanischen Schüler vom 20.06.-24.06.03 die Marienschule. Für die Gastschüler wurde ein kulturell-historisches Rahmenprogramm angeboten, bei dem der Besuch des Zisterzienser-Klosters Eberbach und eine Rheinfahrt an der Loreley vorbei besondere Höhepunkte darstellten.

Eine ganz andere thematische Ausrichtung bot das von Frau Ranft mit den 10. Klassen absolvierte Jahrgangsprojekt. Im Rahmen der besonderen musikalischen Ausrichtung der Marienschule präsentierten die Teilnehmerinnen in der Pausenhalle des Altbaus ihre Arbeitsergebnisse zur „Musik im Spiegel unserer Zeit". Außer Recherchen zu Badesalz umfassten diese auch das Flachdruckverfahren, das von Senefelder in Zusammenarbeit mit dem Offenbacher Verleger André zum Druck von Musiknoten in Offenbach erstmals eingeführt wurde.
Frau Klohoker stellte das Projekt „Lernen lernen" vor, das den Schülerinnen der Klassen 5 der Marienschule den Einstieg in kontinuierliches Arbeiten erleichtern soll. Außerdem wurden am Beispiel einer Unterrichtsstunde mit den spanischen Lehrkräften neue Lehrmethoden diskutiert, die selbstständiges Arbeiten in der Oberstufe fördern sollen.

In den abschließenden Zielsetzungsgesprächen für 2003/04 wurden ein Schülerseminar „Simulation einer UN-Vollversammlung zur Agenda Krieg und Frieden" und ein Lehrerseminar vereinbart, um die internationale Zusammenarbeit fortzuführen.

Die Diskussionsgrundlage für die zukünftige Arbeit bildet das in der Reihe „Studien zur Pädagogik, Bd. 30" erschienene Werk: Europa-Projekte. Ein „projet educatif" und seine Realisierung an einer Schule mit europäischer Ausrichtung, Frankfurt 2003. Es wurde von Fr. Dr. Lückert, der Fachbereichsleiterin Gesellschaftswissenschaften an der Marienschule, auf der Basis ihrer Dissertation veröffentlicht. In diesem für Lehrkräfte geschriebenen Buch werden die seit 1996 durchgeführten Projekte hinsichtlich ihrer Impulse zur Schulentwicklung evaluiert.

Dr. Beate Lückert