Projekt Grüne Gen-Ethik

„Rot“ für Grüne Gentechnologie ?

Projektwoche 10.10. - 14.10.2005

Leitung: Hr. Ellermann, Fr. C. Ellermann

Angetrieben von der Frage Rot“ für Grüne Gentechnologie ? startete unsere Projektwoche mit einer Exkursion durch Bt-Mais, „Hungerbekämpfungsmaßnahmen“ und Pro/Contra dieser Technologie.

Am ersten Tag wurden wir mit der erforderlichen Fachterminologie und der Geschichte der Gentechnik vertraut gemacht (für alle, die es noch nicht wussten: Merkt euch den Namen Mendel -> 1869 „klassische Vererbungslehre“). Durch stetige und erfolgreiche Gruppenarbeiten und die plakative Darstellung der Ergebnisse, war allen die Möglichkeit der Veranschaulichung gegeben worden.

Der zweite Tag diente dazu, gentechnische Verfahren und ihre gesetzlichen Regelungen kennen zu lernen. Hierbei ist zu beachten, dass es insgesamt fünf bekannte Verfahren gibt, z.B.: Die „Genkanone“.

(siehe Pausenhalle -> Plakate). Die gesetzlichen Regelungen sollen dazu dienen, die Genmanipulation von Lebensmitteln nicht unkontrolliert laufen zu lassen.
Die Standpunkte einzelner Parteien zum Thema Genfood gehen stark auseinander. Verdeutlicht wurde uns dies mit Hilfe von Artikeln wie „Gentechnikgesetz erntet harsche Kritik“ und Teilen aus der Diplomarbeit von Christina Ellermann ( z.B. Chancen grüner Gentechnik), die sich eingehend mit diesem Thema beschäftigt hat.

Der dritte Tag kam und somit auch die Pro- und Contraargumente dieses Themas.
Firmen wie Bayer, BASF oder Monsanto sind Befürworter der Gentechnik und ihrer Ausführung, ungeachtet der möglichen Folgen.
Greenpeace, ein altbekannter Gegner dessen und Autoren wie Rifkin ( Das biotechnische Zeitalter. Die Geschäfte mit der Gentechnik. München 2000 ) oder Chossudovsky ( „Global Brutal“ 16.April.2001 ) lieferten uns die nötigen Contrapunkte. Sie kamen zu dem Entschluss, dass die Veränderungen durch Genmanipulation, wie sie im Moment vonstatten gehen, in die Abhängigkeit führen. Durch Videomaterial wurde uns dieser Zustand noch deutlicher gemacht.

 

Ein entscheidender Punkt, den diese Gentechnologie mit sich bringt, ist die theologische Reflexion, mit dem wir uns am vierten Tag auseinander setzten. Fazit dieser Reflexion war, dass der Mensch Teil der Schöpfung ist und deshalb so handeln muss, dass diese eine Zukunft hat.

Der letzte Tag rundete unser Projekt durch unsere persönlichen Meinungen bezüglich Rot“ für Grüne Gentechnik ab. Trotz neugewonnener Erkenntnisse und einem schärferen Blick für das Wesentliche und Wichtige auf der Welt, war es schwierig zu einem endgültigen Ergebnis und einer dementsprechenden Antwort zu kommen.
Aristoteles war ein weiser Mann, der bereits damals eine Antwort für uns parat hatte:

„Wer in der Wissenschaft Fortschritte und in der Moral Rückschritte macht, der macht mehr Rück- als Fortschritte.“

Denkt mal drüber nach...

Unseren besonderen Dank noch mal an Christina Ellermann, die sich extra Zeit für uns genommen hat und manchen von uns vielleicht eine neue Sicht der „Dinge“ ( Pflanzen ) gegeben hat und an Hr. Ellermann, natürlich für sein Wissen und dafür, dass er seine Tochter mitgebracht hat.

Sarah Michel `05