Projekt Kunst

"Sich in Bildern zu Bildern äußern"

Thema des Projekts „Sich in Bildern zu Bildern äußern“ der Projektwoche der Jahrgangsstufe 12 unter der Leitung von Frau Helldörfer war die Auseinandersetzung mit dem  Nachstellen von Frauenportraits. Jede Schülerin sollte sich  bis zu Beginn der Projektwoche ein gemaltes Frauenportrait aus der Zeit zwischen Renaissance und Klassizismus aussuchen. Dieses sollte dann im späteren Verlauf des Projekts nachgestellt werden. Zunächst beschäftigten wir uns mit der amerikanischen Fotografin und Künstlerin Cindy Sherman, die sich in all ihren Werken mit der Rolle der Frau beschäftigt. In einer ihrer Serien stellte sie unter dem Titel „History Portraits“ ebenfalls Frauenportraits nach, veränderte sie und schaffte dadurch eine andere Wirkung und Neuinterpretation des Bildes.  Das Lesen von Interviews verschaffte uns einen Eindruck über ihre Art zu arbeiten: Sie arbeitet stets alleine und ist deshalb sowohl Fotografin als auch Modell und Regisseurin zugleich. Zu Anfang der Woche arbeiteten wir uns selbstständig durch verschiedene Stationen, um uns auf das endgültige Nachstellen unsere gewählten Frauenportraits vorzubereiten. Wir verglichen andere Nachstellungen von verschiedenen Künstlern und versuchten zum Beispiel mit einfachen Mitteln den Ausdruck der dargestellten Frauen möglichst präzise fotografisch festzuhalten.

Kunst1 Kunst2

 

Am Mittwoch dann trafen wir uns in kleinen Gruppen von 2-3 Schülerinnen  zuhause und stellten nun die endgültigen Frauenportraits nach. Dies erwies sich als gar nicht so einfach, das richtige Licht, den richtigen Ausdruck und die richtigen Requisiten zu finden war komplizierter als gedacht. Am Donnerstag stellten wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse vor und  erkannten, dass die Nachstellungen allesamt  gelungen waren. Außerdem war es interessant zu sehen und es wurde lange darüber diskutiert, wie die jeweils anderen Gruppen ihre Portraits verändert hatten. Jede Gruppe hatte sich über die geschichtlichen Hintergründe, die Epoche und über das Leben des jeweiligen Malers informiert und interpretierte mithilfe dieser Informationen ihre Fotografien ganz neu. So wurde beispielsweise aus der „Briefleserin am offenen Fenster“ von Jan Vermeer eine sich nach Freiheit sehnende, gefesselt dargestellte Frau. In den letzten zwei Tagen beschäftigten wir uns dann mit der Vorbereitung  unserer Endpräsentation am Freitag, in der sich die Schülerinnen ihre Projekte sich gegenseitig vorstellen sollten. Außerdem planten wir, unsere Fotografien in den kommenden Wochen in dem Kunstflur unserer Schule auszustellen. Es mussten also bis zu dem Tag der Vernissage Bilder ausgewählt, gedruckt und eingerahmt werden.

Alles in allem waren die fünf Projekttage für alle Teilnehmerinnen eine gelungene Woche. Wir haben eine andere künstlerische Seite, die Fotografie, kennen gelernt, uns mit einer Künstlerin intensiv beschäftigt und das ganze dann praktisch umgesetzt.

Amelie Hilpisch, Leonie Glück