
Dass ihre biologische Uhr tatsächlich nicht im Sekunden- und Minutentakt tickt, sondern in der „Zeitwährung des Lebens“, der Energieeinheit Kalorie bzw. Joule, das vermittelte anschaulich Prof. Dr. Prinzinger von der Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt den Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 und 13 an der Marienschule in Offenbach.
Die Fachschaft Biologie an der Marienschule hat in Zusammenarbeit mit Herrn Gläsel von der „Aktion Brückenschlagen – Wissenschaft an die Schulen“ der Stadt Frankfurt bereits zum zweiten Mal zum „Studientag Biologie“ an die Marienschule eingeladen. Es sollen dabei Brücken geschlagen werden zwischen denen, die Wissenschaft „machen“ und denen, die sich darauf vorbereiten. Sechs Wissenschaftler der Universität Frankfurt, der Unikliniken, des Max-Planck-Institutes für Hirnforschung und der Gesellschaft Morphisto folgten der Einladung und kamen, um Oberstufenschülerinnen einen Einblick in ihr Arbeits- und Forschungsgebiet zu präsentieren.
Ein echtes menschliches Gehirn, das Herr Döhrmann vom Max-Planck-Institut mitbrachte, konnte bestaunt und sogar „begriffen“ werden. Es diente als Ausgangspunkt der Frage, wie man unserem Gehirn beim Arbeiten zusehen könne. Der Virologe Dr. Stürmer von der Uniklinik überzeugte die Schülerinnen davon, dass es trotz neuer wirksamer Medikamente keinesfalls Anlass zur Entwarnung in Sachen AIDS kommen dürfe. Nicht heilbar bleibt auch nach wie vor die Alzheimersche Krankheit, deren Progression zwar zu verlangsamen, nicht aber aufzuhalten ist, wie Dr. Eckert ausführte. Angesichts laufender Verfahren zur Genehmigung des Anbaus so genannten Gen-Maises diskutierten die Schülerinnen mit Dr. Schmidt über Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen. Die „Frankfurter Evolutionstheorie“ in Offenbach an die Frau zu bringen, war schließlich ein Unterfangen, das sich Dr. Gudo von der Gesellschaft Morphisto, einer Ausgliederung des Institutes Senckenberg, schwerer vorgestellt hatte. Tatsächlich ist ihm eine Synopse gelingen, die auch noch Raum lässt für Glaubens-Wahrheiten.

Die Gelegenheit, im eigenen Schulgebäude „Uni-Luft“ zu schnuppern wurde von den Schülerinnen gerne wahr- und sehr positiv aufgenommen:
„Wirklich begeisternd, weil selbst begeistert von dem, was sie tun“ ist die Quintessenz dessen, was Schülerinnen und auch die Biologielehrer und –lehrerinnen der Marienschule als Eindruck am Ende dieses Studientages formulierten.
Barbara Brehm-Schmitt